Niebvll
Erster .org-Subforum Nutzer in Gottes Gnade
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- Sep 4, 2025
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VORWORT
Euer Subforum-Messias hat in letzter Zeit viel zu tun, daher nur ein kleiner Beitrag.
Der folgende Guide wird euch in einfachen Schritten erklären, wie man rohes API Pulver von sowohl Erdafitinib als auch Infigratinib für subkutane Injektionen vorbereitet. Inb4 “man nimmt die doch oral ein”, es gibt genug Trials und Studien wo man beide Subq eingesetzt hat.
Grundwissen über FGFR Inhibition und Infigratinib:
Thread 'FGFR3 INHIBITORS FOR GROWTH AND KEEPING GROWTH PLATES OPEN' https://looksmax.org/threads/fgfr3-inhibitors-for-growth-and-keeping-growth-plates-open.2170095/
Credits gehen da raus an @Punjabi Waffen
VORBEREITUNG
Beide Stoffe sind extrem hydrophob, lassen sich also nicht in Wasser auflösen und haben auch gegenüber den meisten organischen Lösungsmitteln nur eine begrenzte Löslichkeit. Um beide Stoffe gut lösen zu können, braucht es das Anmischen eines sogenannten “Vehikels”.
Benötigte Chemikalien:
- API Pulver (Infigratinib oder Erdafitinib)
- DMSO (Dimethylsulfoxid)
- PEG 300 (Polythylenglykol 300)
- TWEEN 80 (Polysorbat 80)
- Kochsalzlösung
Bei der Qualität der Lösungsmittel solltet ihr nicht sparen bzw sehr sicher sein, Hautkontakt mit DMSO außerdem möglichst vermeiden da es Aufnahme anderer Stoffe durch die Haut ermöglichen kann. Natürlich solltet ihr es bei keinem der Chemikalien drauf ankommen lassen, bei DMSO aber besonders aufpassen meine Kinder.
Benötigte Materialien:
- Analysenwaage (”Milligramm-Waage”)
- Wägeschiffchen/Wägepapier
- Edelstahl- bzw. Einwegspatel
- Glasvials (bestenfalls Braunglas) inkl. Septum und Bördelkappen
- Injektionsspritzen
- Kanülen
- Spritzenfilter (lösungsmittelbeständig)
- Ultraschallbad (streng empfohlen)
- pH-Indikatorpapier oder pH-Meter
- Aluminiumfolie
- Pipette
Optional
- Inertgas (Argon/Stickstoff)
- Sterilbank
- Vortex Mischgerät
PROZEDUR
Um es euch einfacher zu machen und weil ich weiß, dass manche von euch etwas langsam sind, werde ich in der Theorie eine Beispiellösung von 10ml, im Milligramm zu Milliliter Verhältnis 1:1 vorbereiten. (Das heißt, 10ml mit je 1mg Wirkstoff Konzentration pro Milliliter)
Anmischen des Vehikels
Alle Komponenten sollten erstmal auf Raumtemperatur sein, dann kann man anfangen 1ml (10% des Endvolumens) DMSO und 4ml (40% des Endvolumens) PEG300 in ein Glasvial zu pipettieren, beides sollte danach erstmal gut vermischt werden (am besten im Vortex Mixer). Anschließend kann 0,5ml (5% des Endvolumens) TWEEN80 hinzugegeben, und das ganze erneut vermischt werden bis eine homogene Lösung entsteht.
Fertigstellung der Lösung
10mg (oder sonstige, für gewollte Konzentration benötigte, Menge) des API Pulvers in ein Vial einwiegen und das Vial sofort mit Septum und Bördelkappe verschließen. Mit einer oder mehreren Spritzen (zb 10ml oder 1ml und 5ml, mit 23G Kanüle) 5,5ml (55% des Endvolumens) vom vorher zubereiteten Vehikel entnehmen und vorsichtig durch das Septum in das Vial injizieren. Nun habt ihr 10mg Wirkstoff auf 5,5ml Flüssigkeit, die Lösung ist offensichtlich noch nicht fertig sollte jetzt jedoch nochmal vermischt werden, bis das API Pulver vollständig aufgelöst ist. Danach solltet ihr sie für ca. 15 Minuten zur Homogenisierung in ein
Ultraschallbad stellen, damit sie beschleunigt wird und ungelöste Partikel sich lösen, bleiben Reste bestehen bergen diese sonst ein gesundheitliches Risiko für euch, mir kann es also egal sein jfl an iqlets an dieser Stelle. Am Ende sollte die Lösung jedenfalls vollständig transparent sein. Mit einer neuen/sterilen Spritze könnt ihr nun 4,5ml (45% des Endvolumens) Kochsalzlösung durch das Septum injizieren und noch einmal alles vermischen. Die Endlösung (pun intended) sollte nun einen pH-Wert über 5 und am besten nächstmöglich 7,5 haben damit Stabilität und Reizungsrisiko optimiert sind, Abweichungen zwischen 4 bis 6 sind akzeptabel. Die fertige Lösung anschließend mit einer sterilen Spritze aufziehen und durch einen 0,22 Mikrometer Spritzenfilter in ein neues und mit
Aluminiumfolie umwickeltes Vial filtrieren. Zum Schluss solltet ihr dieses Vial schnellstmöglich wieder mit Septum und Bördelkappe verschließen. Optional könnt ihr nun den Headspace des Vials mit dem Inertgas “spülen” um jegliche Oxidation zu minimieren.
LAGERUNG
Die Lösungen sind lichtempfindlich, sollten also stets korrekt mit Aluminiumfolie umhüllt sein, für Anwendung in den nächsten 24 Stunden können sie in Raumtemperatur bzw im Kühlschrank gelagert werden. Für alles darüber hinaus solltet ihr sie ins Gefrierfach (-20° bis -80°) stellen, zur Anwendung langsam wieder auf Raumtemperatur bringen und neu vermischen bzw vortexen. Am Besten macht ihr sie einfach immer neu.
RISIKEN UND LIMITATIONEN
Die Lösungsmischung welche ich angegeben habe ist ursprünglich in Tierstudien angewendet worden und kann eine Löslichkeit von mindestens 2,5 mg/ml für Infigratinib und 2,75 mg/ml für Erdafitinib ermöglichen. [1], [2], [3]
Aufgrund gewisser Risiken bei erhöhter Menge, würde ich es für clever halten eine eher hohe Konzentration zu erzielen um die Zunahme der Lösungsmittel zu minimieren.
Dimethylsulfoxid
Die vorgeschlagene Menge (1ml) DMSO würde auf einen 70Kg Menschen knapp 15mg/Kg bedeuten was deutlich unter den Grenzwerten und LD50 Werten 30mg/Kg bzw. 50-200 mg/Kg liegt. [4], [5], [6]
Polyethylenglykol 300
Für PEG300 gibt es leider keine Daten, dafür aber für Derivate mit einem anderen Molekulargewicht. Die FDA nannte für PEG400 beispielsweise 300mg/kg/tag als Grenzwert, meine Beispiellösung hätte mit ca. 63 mg/kg wesentlich weniger, dazu kommt das PEG300 ein viel leichteres Molekül ist und schneller verarbeitet wird, wodurch jegliche Gesundheitsrisiken noch kleiner sind. [7]
Polysorbat 80
TWEEN80 ist generell in der EU (sofern kein Ethylenoxyd als Sterilisierungsmittel verwendet wird) zugelassen, wobei der Konsum unter 25mg/kg/tag reguliert werden sollte. Die 2015 EFSA Neubewertung hat in Ratten bei 2500mg/kg das NOAEL (No Observed Adversed Effects Level) festgestellt, die Sicherheitsmarge liegt also bei über 100× mehr als dem empfohlenen Konsum. Auch die FDA hat Polysorbat80 den GRAS (Generally Recognized As Safe) Status zugesprochen. Mit 7mg/kg würde die Lösung im Beispiel also weit unter jeglichen Grenzwerten liegen. [8]
Ich bin auch auf Lösungen mit zB Sulfobutylether-β-cyclodextrin gestoßen, um das zu besprechen, gerne in den Replies oder in PMs schreiben.
Ansonsten lasst einen Rep da
Euer Subforum-Messias hat in letzter Zeit viel zu tun, daher nur ein kleiner Beitrag.
Der folgende Guide wird euch in einfachen Schritten erklären, wie man rohes API Pulver von sowohl Erdafitinib als auch Infigratinib für subkutane Injektionen vorbereitet. Inb4 “man nimmt die doch oral ein”, es gibt genug Trials und Studien wo man beide Subq eingesetzt hat.
Grundwissen über FGFR Inhibition und Infigratinib:
Thread 'FGFR3 INHIBITORS FOR GROWTH AND KEEPING GROWTH PLATES OPEN' https://looksmax.org/threads/fgfr3-inhibitors-for-growth-and-keeping-growth-plates-open.2170095/
Credits gehen da raus an @Punjabi Waffen
VORBEREITUNG
Beide Stoffe sind extrem hydrophob, lassen sich also nicht in Wasser auflösen und haben auch gegenüber den meisten organischen Lösungsmitteln nur eine begrenzte Löslichkeit. Um beide Stoffe gut lösen zu können, braucht es das Anmischen eines sogenannten “Vehikels”.
Benötigte Chemikalien:
- API Pulver (Infigratinib oder Erdafitinib)
- DMSO (Dimethylsulfoxid)
- PEG 300 (Polythylenglykol 300)
- TWEEN 80 (Polysorbat 80)
- Kochsalzlösung
Bei der Qualität der Lösungsmittel solltet ihr nicht sparen bzw sehr sicher sein, Hautkontakt mit DMSO außerdem möglichst vermeiden da es Aufnahme anderer Stoffe durch die Haut ermöglichen kann. Natürlich solltet ihr es bei keinem der Chemikalien drauf ankommen lassen, bei DMSO aber besonders aufpassen meine Kinder.
Benötigte Materialien:
- Analysenwaage (”Milligramm-Waage”)
- Wägeschiffchen/Wägepapier
- Edelstahl- bzw. Einwegspatel
- Glasvials (bestenfalls Braunglas) inkl. Septum und Bördelkappen
- Injektionsspritzen
- Kanülen
- Spritzenfilter (lösungsmittelbeständig)
- Ultraschallbad (streng empfohlen)
- pH-Indikatorpapier oder pH-Meter
- Aluminiumfolie
- Pipette
Optional
- Inertgas (Argon/Stickstoff)
- Sterilbank
- Vortex Mischgerät
PROZEDUR
Um es euch einfacher zu machen und weil ich weiß, dass manche von euch etwas langsam sind, werde ich in der Theorie eine Beispiellösung von 10ml, im Milligramm zu Milliliter Verhältnis 1:1 vorbereiten. (Das heißt, 10ml mit je 1mg Wirkstoff Konzentration pro Milliliter)
Anmischen des Vehikels
Alle Komponenten sollten erstmal auf Raumtemperatur sein, dann kann man anfangen 1ml (10% des Endvolumens) DMSO und 4ml (40% des Endvolumens) PEG300 in ein Glasvial zu pipettieren, beides sollte danach erstmal gut vermischt werden (am besten im Vortex Mixer). Anschließend kann 0,5ml (5% des Endvolumens) TWEEN80 hinzugegeben, und das ganze erneut vermischt werden bis eine homogene Lösung entsteht.
Fertigstellung der Lösung
10mg (oder sonstige, für gewollte Konzentration benötigte, Menge) des API Pulvers in ein Vial einwiegen und das Vial sofort mit Septum und Bördelkappe verschließen. Mit einer oder mehreren Spritzen (zb 10ml oder 1ml und 5ml, mit 23G Kanüle) 5,5ml (55% des Endvolumens) vom vorher zubereiteten Vehikel entnehmen und vorsichtig durch das Septum in das Vial injizieren. Nun habt ihr 10mg Wirkstoff auf 5,5ml Flüssigkeit, die Lösung ist offensichtlich noch nicht fertig sollte jetzt jedoch nochmal vermischt werden, bis das API Pulver vollständig aufgelöst ist. Danach solltet ihr sie für ca. 15 Minuten zur Homogenisierung in ein
Ultraschallbad stellen, damit sie beschleunigt wird und ungelöste Partikel sich lösen, bleiben Reste bestehen bergen diese sonst ein gesundheitliches Risiko für euch, mir kann es also egal sein jfl an iqlets an dieser Stelle. Am Ende sollte die Lösung jedenfalls vollständig transparent sein. Mit einer neuen/sterilen Spritze könnt ihr nun 4,5ml (45% des Endvolumens) Kochsalzlösung durch das Septum injizieren und noch einmal alles vermischen. Die Endlösung (pun intended) sollte nun einen pH-Wert über 5 und am besten nächstmöglich 7,5 haben damit Stabilität und Reizungsrisiko optimiert sind, Abweichungen zwischen 4 bis 6 sind akzeptabel. Die fertige Lösung anschließend mit einer sterilen Spritze aufziehen und durch einen 0,22 Mikrometer Spritzenfilter in ein neues und mit
Aluminiumfolie umwickeltes Vial filtrieren. Zum Schluss solltet ihr dieses Vial schnellstmöglich wieder mit Septum und Bördelkappe verschließen. Optional könnt ihr nun den Headspace des Vials mit dem Inertgas “spülen” um jegliche Oxidation zu minimieren.
LAGERUNG
Die Lösungen sind lichtempfindlich, sollten also stets korrekt mit Aluminiumfolie umhüllt sein, für Anwendung in den nächsten 24 Stunden können sie in Raumtemperatur bzw im Kühlschrank gelagert werden. Für alles darüber hinaus solltet ihr sie ins Gefrierfach (-20° bis -80°) stellen, zur Anwendung langsam wieder auf Raumtemperatur bringen und neu vermischen bzw vortexen. Am Besten macht ihr sie einfach immer neu.
RISIKEN UND LIMITATIONEN
Die Lösungsmischung welche ich angegeben habe ist ursprünglich in Tierstudien angewendet worden und kann eine Löslichkeit von mindestens 2,5 mg/ml für Infigratinib und 2,75 mg/ml für Erdafitinib ermöglichen. [1], [2], [3]
Aufgrund gewisser Risiken bei erhöhter Menge, würde ich es für clever halten eine eher hohe Konzentration zu erzielen um die Zunahme der Lösungsmittel zu minimieren.
Dimethylsulfoxid
Die vorgeschlagene Menge (1ml) DMSO würde auf einen 70Kg Menschen knapp 15mg/Kg bedeuten was deutlich unter den Grenzwerten und LD50 Werten 30mg/Kg bzw. 50-200 mg/Kg liegt. [4], [5], [6]
Polyethylenglykol 300
Für PEG300 gibt es leider keine Daten, dafür aber für Derivate mit einem anderen Molekulargewicht. Die FDA nannte für PEG400 beispielsweise 300mg/kg/tag als Grenzwert, meine Beispiellösung hätte mit ca. 63 mg/kg wesentlich weniger, dazu kommt das PEG300 ein viel leichteres Molekül ist und schneller verarbeitet wird, wodurch jegliche Gesundheitsrisiken noch kleiner sind. [7]
Polysorbat 80
TWEEN80 ist generell in der EU (sofern kein Ethylenoxyd als Sterilisierungsmittel verwendet wird) zugelassen, wobei der Konsum unter 25mg/kg/tag reguliert werden sollte. Die 2015 EFSA Neubewertung hat in Ratten bei 2500mg/kg das NOAEL (No Observed Adversed Effects Level) festgestellt, die Sicherheitsmarge liegt also bei über 100× mehr als dem empfohlenen Konsum. Auch die FDA hat Polysorbat80 den GRAS (Generally Recognized As Safe) Status zugesprochen. Mit 7mg/kg würde die Lösung im Beispiel also weit unter jeglichen Grenzwerten liegen. [8]
Ich bin auch auf Lösungen mit zB Sulfobutylether-β-cyclodextrin gestoßen, um das zu besprechen, gerne in den Replies oder in PMs schreiben.
Ansonsten lasst einen Rep da
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