soucy77
Ex-Manlet
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- Mar 10, 2026
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Skincare-Guide
Hautbarriere und Feuchtigkeit
Das Ziel jeder Hautpflege ist es, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Feuchtigkeitsverlustdurch die Haut möglichst gering zu halten. Ist die Hautbarriere beschädigt, verliert die Haut mehr Wasser, was sie noch anfälliger macht. Trockene Haut reißt und schuppt, wodurch Hautzellenschneller nachgebildet werden müssen. Diese neuen Zellen sind dann aber noch nicht ausgereift und schützen schlechter vor Feuchtigkeitsverlust. Man kann sich die Haut wie eine Mauer vorstellen. Bestehend aus "Ziegel", die einen feuchtigkeitsbindenden Stoff namens NMF (natürlicher Feuchthaltefaktor) enthalten. Der "Mörtel" dazwischen besteht aus Fetten (Ceramide, Fettsäuren, Cholesterin), die die Zellen zusammenhalten und den NMF darin einschließen. Beide Teile müssen intakt bleiben, damit die Haut gesund ist. Wird zu aggressiv gereinigt oder zu oft mit Wasser in Kontakt gebracht, gehen sowohl NMF als auch diese Fette verloren.
Reinigung
Sei sanft! Sowohl bei den Produkten als auch bei der Technik. Die Reinigung am Abend ist ein Muss, am Morgen optional (außer man nutzt abends starke Wirkstoffe wie Tretinoin).
• Am Abend wird die Doppelreinigung empfohlen. Erste Reinigung (Öl oder Balsam) entfernt Sonnencreme und Schmutz des Tages, zweite Reinigung (Creme oder Gel) reinigt die Haut wirklich.
• Zweiter Reiniger sollte nicht schäumend sein bzw. keine aggressiven Tenside enthalten.
• Der pH-Wert des Reinigers sollte im Bereich der Haut liegen (ca. 4,5–5,5), nicht basisch.
• Ein Waschlappen reinigt gründlicher als die Hände allein und sorgt für sanftes Peeling. Täglich einen frischen Lappen benutzen, aber kein zusätzliches Peeling-Produkt nötig.
• Mit lauwarmem Wasser reinigen, nicht heiß.
So wird gereinigt:
1. Reiniger auf trockene Hände und trockenes Gesicht auftragen, etwa eine haselnuss- bis kirschgroße Menge.
2. 20–30 Sekunden sanft einmassieren.
3. Mit einem feuchten, ausgewrungenen Waschlappen abnehmen.
4. Zweite Reinigung genauso wiederholen.
5. Mit einem sauberen Handtuch trockentupfen, nicht reiben.
Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz
Bei der Feuchtigkeitscreme lieber einfach und effektiv bleiben. Enthält sie die oben genannten Fette (Ceramide, Fettsäuren, Cholesterin), ist sie meist eine gute Wahl. Am besten eine Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor nutzen, das spart einen Schritt. Der Sonnenschutz sollte mindestens LSF 30 sein. Für Gesicht und Hals etwa einen halben Teelöffel verwenden. Das ist mehr, als man denkt.
Wirkstoffe
Retinoide (Vitamin A)
Retinoide fördern die Kollagenbildung, normalisieren die Verhornung und wirken gegen verstopfte Poren. Es gibt verschiedene Formen, die sich darin unterscheiden, wie viele Umwandlungsschritte die Haut braucht, um sie nutzbar zu machen:
• Tretinoin (Retinsäure) wirkt direkt, am wirksamsten, aber auch am reizendsten. Verschreibungspflichtig.
• Retinaldehyd: eine Umwandlungsstufe, etwas milder.
• Retinol: Zwei Umwandlungsstufen, milder, wirkt langsamer, aber gut erforscht. Übliche Konzentrationen: 0,3–1 %.
• Retinylester (z. B. Retinylpalmitat) gilt als mildeste Variante, für sehr empfindliche Haut.
• Adapalen (z. B. Differin) sind rezeptfrei erhältlich, gute Option bei Akne oder als Einstieg.
Anwendung: Abends auf gereinigte Haut, langsam steigern (z. B. 1-2 mal pro Woche beginnen), tagsüber unbedingt Sonnenschutz verwenden.
Sonderfall Isotretinoin: Isotretinoin ist das wirksamste verfügbare Mittel gegen schwere Akne und kann durch die dauerhafte Verkleinerung der Talgdrüsen auch sichtbar vergrößerte Poren reduzieren. Es ist kein topisches Produkt, sondern ein verschreibungspflichtiges Medikament zum Einnehmen und wird bei schwerer, anderweitig nicht behandelbarer Akne eingesetzt. Es wirkt über den ganzen Körper und reduziert die Talgproduktion deutlich stärker als jedes topische Retinoid. Wegen möglicher Nebenwirkungen (u. a. starke Hauttrockenheit, erhöhte Sonnenempfindlichkeit, Blutfett- und Leberwertveränderungen) erfolgt die Behandlung ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle mit regelmäßigen Blutuntersuchungen.
Vitamin C
Vitamin C reduziert Pigmentflecken, verstärkt die Wirkung von Sonnenschutz, regt die Kollagenbildung an und schützt vor Umweltschäden. Es ist chemisch instabil (zersetzt sich durch Wasser, Sauerstoff, UV-Licht), deshalb lieber ein fertiges, stabilisiertes Produkt kaufen statt selbst mischen. Am besten morgens auf gereinigte Haut auftragen, idealerweise kombiniert mit Vitamin E und Ferulasäure.
Hyaluronsäure
Ein feuchtigkeitsbindender Stoff, der Teil des natürlichen Feuchthaltefaktors ist. Er kann bei sehr trockener Luft der Haut sogar Feuchtigkeit entziehen, wenn keine Creme oder Öl darüber aufgetragen wird – deshalb immer mit einer Feuchtigkeitscreme kombinieren. Wird nach anderen Wirkstoffen und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
Niacinamid
Wirkt entzündungshemmend und ist daher hilfreich bei Akne oder leichter Rosacea. Es kann die Hautbarriere stärken und leicht gegen Pigmentflecken helfen. Kann morgens und/oder abends verwendet werden, immer nach der Regel "dünnste Textur zuerst".
AHA (Alpha-Hydroxysäuren)
Bekannteste Vertreter sind Glykolsäure, Milchsäure, Mandelsäure. Sie lösen die Verbindungenzwischen abgestorbenen Hautzellen und wirken so exfolierend, gut gegen Fahlheit und Anzeichen von Hautalterung.
• Glykolsäure ist die "stärkste", dringt am tiefsten ein.
• Milchsäure ist mild + gut für empfindliche und trockene Haut.
• Mandelsäure ist gut geeignet für ölige Haut.
Anwendung direkt nach der Reinigung, vor anderen Wirkstoffen. Bei Nutzung von Glykolsäure unbedingt auf Sonnenschutz achten, da sie lichtempfindlich macht.
BHA (Beta-Hydroxysäure)
Hier gibt es nur einen Wirkstoff: Salicylsäure. Sie kann im Gegensatz zu AHAs auch in die Poreneindringen und wirkt daher gut gegen Mitesser und verstopfte Poren.
Öle
Öle helfen, Feuchtigkeitsverlust zu verhindern, und eignen sich auch für ölige Haut. Gute Einsteiger Öle sind Squalan, Hagebuttenkern-, Marula- und Arganöl. Öle werden meist abends als letzter Schritt der Routine, oben auf die Feuchtigkeitscreme, aufgetragen.
GHK-Cu (Kupfer-Peptid)
GHK-Cu ist ein körpereigenes Peptid, dessen Konzentration mit dem Alter abnimmt. In Studien zeigtes Effekte auf Kollagen- und Elastinbildung, Wundheilung sowie antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.
• Topisch: Am besten untersucht, in Cremes und Seren meist mit 1–3 %Konzentration. Gut verträglich, kann bei manchen Hauttypen leicht reizen. Wird nach der Reinigung und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
• Injektion: Wird subkutan injiziert, ist dafür aber nicht zugelassen und meist nur als „Research Chemical“ erhältlich. Die Datenlage zu Sicherheit, Dosierung und Langzeitfolgen ist deutlich dünner als bei der topischen Anwendung. Rechtliche Grauzone und fehlende ärztliche Kontrolle sollten bewusst sein. Wirkt wie Isotretinoin über den ganzen Körper.
Die Wirkung von GHK-Cu an ist wissenschaftlich recht gutuntermauert, jedoch fast ausschließlich aus Tierversuchen oder aus topischen Humanstudien. Die Injektionsform beim Menschen ist wissenschaftlich noch ein weißer Fleck.
Weitere Themen kurz erklärt
• Kollagen in Cremes dringen nicht wirklich in die Haut ein, wirkt hauptsächlich als Feuchtigkeitsbinder an der Oberfläche.
• Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, sollte vor Sonneneinstrahlung aufgetragen werden.
• Talgdrüsenfilamente sind normal und kein Makel. Unsachgemäßes Ausdrücken kann die Haut schädigen. Regelmäßige Reinigung plus BHA hilft, wenn sie stören.
• Aknenarben: Pigmentflecken lassen sich mit Niacinamid, Azelainsäure, Vitamin C oder Glykolsäure verbessern. Vertiefte Narben (z. B. durch Akne) brauchen meistprofessionelle Behandlungen wie Microneedling oder Laser.
• Poren: Können sich nicht wirklich öffnen oder schließen. Produkte, die das versprechen, straffen nur die Haut rundherum, wodurch Poren optisch kleiner wirken.
• Microneedling zuhause nur mit hygienischem, gutem Equipment und keinen zulangen Nadeln durchführen.
Beispiel-Routinen
Basis-Routine
Morgens:
1. Reinigen
2. Feuchtigkeitscreme
3. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. Feuchtigkeitscreme
Erweiterte Routine (ohne Retinoide)
Morgens:
1. Reinigen
2. Vitamin C
3. Hyaluronsäure
4. Feuchtigkeitscreme
5. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. AHA oder BHA
4. Niacinamid
5. Feuchtigkeitscreme
6. Öl
Einstieg mit Retinoiden (z. B. Tretinoin)
Morgens:
1. Reinigen
2. Feuchtigkeitscreme
3. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. Retinoid auftragen
4. 20–30 Minuten warten
5. Feuchtigkeitscreme
Sobald sich die Haut an das Retinoid gewöhnt hat, können weitere Wirkstoffe nach und nach in dieRoutine aufgenommen werden. AHA/BHA dann eher morgens verwenden oder ganz weglassen.
Hautbarriere und Feuchtigkeit
Das Ziel jeder Hautpflege ist es, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und den Feuchtigkeitsverlustdurch die Haut möglichst gering zu halten. Ist die Hautbarriere beschädigt, verliert die Haut mehr Wasser, was sie noch anfälliger macht. Trockene Haut reißt und schuppt, wodurch Hautzellenschneller nachgebildet werden müssen. Diese neuen Zellen sind dann aber noch nicht ausgereift und schützen schlechter vor Feuchtigkeitsverlust. Man kann sich die Haut wie eine Mauer vorstellen. Bestehend aus "Ziegel", die einen feuchtigkeitsbindenden Stoff namens NMF (natürlicher Feuchthaltefaktor) enthalten. Der "Mörtel" dazwischen besteht aus Fetten (Ceramide, Fettsäuren, Cholesterin), die die Zellen zusammenhalten und den NMF darin einschließen. Beide Teile müssen intakt bleiben, damit die Haut gesund ist. Wird zu aggressiv gereinigt oder zu oft mit Wasser in Kontakt gebracht, gehen sowohl NMF als auch diese Fette verloren.
Reinigung
Sei sanft! Sowohl bei den Produkten als auch bei der Technik. Die Reinigung am Abend ist ein Muss, am Morgen optional (außer man nutzt abends starke Wirkstoffe wie Tretinoin).
• Am Abend wird die Doppelreinigung empfohlen. Erste Reinigung (Öl oder Balsam) entfernt Sonnencreme und Schmutz des Tages, zweite Reinigung (Creme oder Gel) reinigt die Haut wirklich.
• Zweiter Reiniger sollte nicht schäumend sein bzw. keine aggressiven Tenside enthalten.
• Der pH-Wert des Reinigers sollte im Bereich der Haut liegen (ca. 4,5–5,5), nicht basisch.
• Ein Waschlappen reinigt gründlicher als die Hände allein und sorgt für sanftes Peeling. Täglich einen frischen Lappen benutzen, aber kein zusätzliches Peeling-Produkt nötig.
• Mit lauwarmem Wasser reinigen, nicht heiß.
So wird gereinigt:
1. Reiniger auf trockene Hände und trockenes Gesicht auftragen, etwa eine haselnuss- bis kirschgroße Menge.
2. 20–30 Sekunden sanft einmassieren.
3. Mit einem feuchten, ausgewrungenen Waschlappen abnehmen.
4. Zweite Reinigung genauso wiederholen.
5. Mit einem sauberen Handtuch trockentupfen, nicht reiben.
Feuchtigkeitspflege und Sonnenschutz
Bei der Feuchtigkeitscreme lieber einfach und effektiv bleiben. Enthält sie die oben genannten Fette (Ceramide, Fettsäuren, Cholesterin), ist sie meist eine gute Wahl. Am besten eine Feuchtigkeitscreme mit Lichtschutzfaktor nutzen, das spart einen Schritt. Der Sonnenschutz sollte mindestens LSF 30 sein. Für Gesicht und Hals etwa einen halben Teelöffel verwenden. Das ist mehr, als man denkt.
Wirkstoffe
Retinoide (Vitamin A)
Retinoide fördern die Kollagenbildung, normalisieren die Verhornung und wirken gegen verstopfte Poren. Es gibt verschiedene Formen, die sich darin unterscheiden, wie viele Umwandlungsschritte die Haut braucht, um sie nutzbar zu machen:
• Tretinoin (Retinsäure) wirkt direkt, am wirksamsten, aber auch am reizendsten. Verschreibungspflichtig.
• Retinaldehyd: eine Umwandlungsstufe, etwas milder.
• Retinol: Zwei Umwandlungsstufen, milder, wirkt langsamer, aber gut erforscht. Übliche Konzentrationen: 0,3–1 %.
• Retinylester (z. B. Retinylpalmitat) gilt als mildeste Variante, für sehr empfindliche Haut.
• Adapalen (z. B. Differin) sind rezeptfrei erhältlich, gute Option bei Akne oder als Einstieg.
Anwendung: Abends auf gereinigte Haut, langsam steigern (z. B. 1-2 mal pro Woche beginnen), tagsüber unbedingt Sonnenschutz verwenden.
Sonderfall Isotretinoin: Isotretinoin ist das wirksamste verfügbare Mittel gegen schwere Akne und kann durch die dauerhafte Verkleinerung der Talgdrüsen auch sichtbar vergrößerte Poren reduzieren. Es ist kein topisches Produkt, sondern ein verschreibungspflichtiges Medikament zum Einnehmen und wird bei schwerer, anderweitig nicht behandelbarer Akne eingesetzt. Es wirkt über den ganzen Körper und reduziert die Talgproduktion deutlich stärker als jedes topische Retinoid. Wegen möglicher Nebenwirkungen (u. a. starke Hauttrockenheit, erhöhte Sonnenempfindlichkeit, Blutfett- und Leberwertveränderungen) erfolgt die Behandlung ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle mit regelmäßigen Blutuntersuchungen.
Vitamin C
Vitamin C reduziert Pigmentflecken, verstärkt die Wirkung von Sonnenschutz, regt die Kollagenbildung an und schützt vor Umweltschäden. Es ist chemisch instabil (zersetzt sich durch Wasser, Sauerstoff, UV-Licht), deshalb lieber ein fertiges, stabilisiertes Produkt kaufen statt selbst mischen. Am besten morgens auf gereinigte Haut auftragen, idealerweise kombiniert mit Vitamin E und Ferulasäure.
Hyaluronsäure
Ein feuchtigkeitsbindender Stoff, der Teil des natürlichen Feuchthaltefaktors ist. Er kann bei sehr trockener Luft der Haut sogar Feuchtigkeit entziehen, wenn keine Creme oder Öl darüber aufgetragen wird – deshalb immer mit einer Feuchtigkeitscreme kombinieren. Wird nach anderen Wirkstoffen und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
Niacinamid
Wirkt entzündungshemmend und ist daher hilfreich bei Akne oder leichter Rosacea. Es kann die Hautbarriere stärken und leicht gegen Pigmentflecken helfen. Kann morgens und/oder abends verwendet werden, immer nach der Regel "dünnste Textur zuerst".
AHA (Alpha-Hydroxysäuren)
Bekannteste Vertreter sind Glykolsäure, Milchsäure, Mandelsäure. Sie lösen die Verbindungenzwischen abgestorbenen Hautzellen und wirken so exfolierend, gut gegen Fahlheit und Anzeichen von Hautalterung.
• Glykolsäure ist die "stärkste", dringt am tiefsten ein.
• Milchsäure ist mild + gut für empfindliche und trockene Haut.
• Mandelsäure ist gut geeignet für ölige Haut.
Anwendung direkt nach der Reinigung, vor anderen Wirkstoffen. Bei Nutzung von Glykolsäure unbedingt auf Sonnenschutz achten, da sie lichtempfindlich macht.
BHA (Beta-Hydroxysäure)
Hier gibt es nur einen Wirkstoff: Salicylsäure. Sie kann im Gegensatz zu AHAs auch in die Poreneindringen und wirkt daher gut gegen Mitesser und verstopfte Poren.
Öle
Öle helfen, Feuchtigkeitsverlust zu verhindern, und eignen sich auch für ölige Haut. Gute Einsteiger Öle sind Squalan, Hagebuttenkern-, Marula- und Arganöl. Öle werden meist abends als letzter Schritt der Routine, oben auf die Feuchtigkeitscreme, aufgetragen.
GHK-Cu (Kupfer-Peptid)
GHK-Cu ist ein körpereigenes Peptid, dessen Konzentration mit dem Alter abnimmt. In Studien zeigtes Effekte auf Kollagen- und Elastinbildung, Wundheilung sowie antioxidative und entzündungshemmende Wirkung.
• Topisch: Am besten untersucht, in Cremes und Seren meist mit 1–3 %Konzentration. Gut verträglich, kann bei manchen Hauttypen leicht reizen. Wird nach der Reinigung und vor der Feuchtigkeitscreme aufgetragen.
• Injektion: Wird subkutan injiziert, ist dafür aber nicht zugelassen und meist nur als „Research Chemical“ erhältlich. Die Datenlage zu Sicherheit, Dosierung und Langzeitfolgen ist deutlich dünner als bei der topischen Anwendung. Rechtliche Grauzone und fehlende ärztliche Kontrolle sollten bewusst sein. Wirkt wie Isotretinoin über den ganzen Körper.
Die Wirkung von GHK-Cu an ist wissenschaftlich recht gutuntermauert, jedoch fast ausschließlich aus Tierversuchen oder aus topischen Humanstudien. Die Injektionsform beim Menschen ist wissenschaftlich noch ein weißer Fleck.
Weitere Themen kurz erklärt
• Kollagen in Cremes dringen nicht wirklich in die Haut ein, wirkt hauptsächlich als Feuchtigkeitsbinder an der Oberfläche.
• Coenzym Q10 ist ein Antioxidans, sollte vor Sonneneinstrahlung aufgetragen werden.
• Talgdrüsenfilamente sind normal und kein Makel. Unsachgemäßes Ausdrücken kann die Haut schädigen. Regelmäßige Reinigung plus BHA hilft, wenn sie stören.
• Aknenarben: Pigmentflecken lassen sich mit Niacinamid, Azelainsäure, Vitamin C oder Glykolsäure verbessern. Vertiefte Narben (z. B. durch Akne) brauchen meistprofessionelle Behandlungen wie Microneedling oder Laser.
• Poren: Können sich nicht wirklich öffnen oder schließen. Produkte, die das versprechen, straffen nur die Haut rundherum, wodurch Poren optisch kleiner wirken.
• Microneedling zuhause nur mit hygienischem, gutem Equipment und keinen zulangen Nadeln durchführen.
Beispiel-Routinen
Basis-Routine
Morgens:
1. Reinigen
2. Feuchtigkeitscreme
3. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. Feuchtigkeitscreme
Erweiterte Routine (ohne Retinoide)
Morgens:
1. Reinigen
2. Vitamin C
3. Hyaluronsäure
4. Feuchtigkeitscreme
5. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. AHA oder BHA
4. Niacinamid
5. Feuchtigkeitscreme
6. Öl
Einstieg mit Retinoiden (z. B. Tretinoin)
Morgens:
1. Reinigen
2. Feuchtigkeitscreme
3. Sonnenschutz
Abends:
1. Reinigung
2. Reinigung
3. Retinoid auftragen
4. 20–30 Minuten warten
5. Feuchtigkeitscreme
Sobald sich die Haut an das Retinoid gewöhnt hat, können weitere Wirkstoffe nach und nach in dieRoutine aufgenommen werden. AHA/BHA dann eher morgens verwenden oder ganz weglassen.